Das Ich und die Maschinen

Michael Thomas

Michael war Kulturwissenschaft-Student, als er es in den 90er Jahren in den Katakomben seiner Uni entdeckte – das Internet.


Leider sah es bescheuert aus. In seiner Vorstellung ging es um CyberSpace und virtuelle Realitäten, nicht um die umständliche Handhabung von FTP-Verzeichnissen und E-Mailadressen, die aus 45 Zeichen (meist Zahlen) vor dem @ bestanden. Er überwand seine Enttäuschung und hat sich trotzdem damit auseinandergesetzt. Dem interdisziplinären Studium sei Dank.


Dann kam Hamburg. Und das war ziemlich lange richtig. 16 Jahre, um genau zu sein, unterbrochen nur von einem Jahr London, um Kunstkritik zu studieren. Bis ihn dort der Anruf erreichte, doch wieder zurückzukehren in die alte Hanse und auf St. Pauli ein Büro zu gründen.


Im »Bureau K« gestaltete, konzipierte und programmierte Michael von da an Websites für die Labels der Hamburger Schule, Galerien und andere Kunden aus Musik, Kunst und Kultur.


Auch das war ziemlich lange ziemlich richtig. Aber dann kam der Wunsch, nicht mehr alle Rollen innezuhaben, sondern sich zu fokussieren. Auf Frontend-Entwicklung. Am besten in Berlin. Und das ist ziemlich richtig, zum Glück für uns.

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