Barrierefrei, barrierearm oder zugänglich?

Wie .HENKELHIEDL mit dem Thema Barrierefreiheit umgeht

Hinter den Begriffen verstecken sich verschiedene Anforderungen an Websites (und andere öffentliche Einrichtungen), die teilweise genauestens festgelegt und von unabhängigen Organisationen prüfbar sind. Hier geht es um mehr als das richtige Wort!


Daher sollte schon vor Projektstart feststehen, was man erreichen will. Barrierearmut ist ein unscharfer Begriff. Wir sprechen, um Verwechslungen mit Barrierefreiheit zu vermeiden, von Zugänglichkeit. Auf eine möglichst hohe Zugänglichkeit achten wir in jedem Website-Projekt. Barrierefreiheit hingegen ist genau definiert und aufwändiger umzusetzen. Barrierefreiheit muss von Beginn an mitkonzipiert und explizit beauftragt werden. Eine nachträgliche Änderung ist kaum möglich bzw. bedeutet eine Neukonzeption und Programmierung.


Grundsätzlich ist eine möglichst hohe Zugänglichkeit absolut wünschenswert, damit möglichst alle Menschen eine Website, mit entsprechenden Hilfsmitteln wie Screenreadern, nutzen können und nicht von diesem wichtigen Teil des öffentlichen Lebens und der Informationsbeschaffung ausgenommen sind. Zugänglichkeit erfüllen wir in jedem unserer Projekte.

Zugänglichkeit - Unser Standard

Plattformunabhängigkeit


Die Seite ist auf verschiedenen Endgeräten (Handy, Desktop, Notebook) lesbar. Responsive Design ist hier das Stichwort. Crossbrowser-Kompatibilität ein weiteres. Bilder hierzu sind auf den Projektseiten von Legial und Baunetz Wissen zu finden.

Optimierungen für Sehbehinderte Nutzer*innen I 


Screenreader für Menschen ohne Sehfähigkeit lesen die Website vor. Dafür ist auf der Programmierebene ein sauberer Quellcode wichtig, der alle Elemente korrekt und einzeln definiert. Wir setzen Sprungmarken und achten auf eine guten Benennung und Einbindung aller Navigationspunkte. Außerdem achten wir auf eine ausführliche Bildbeschreibung im Redaktionssytem. Besonders konsequent umgesetzt für die AWO-Seite.

Optimierung für Sehbehinderte Nutzer*innen II


Für Menschen mit Sehschwächen und generell für eine angenehme und gesunde Nutzung, sind Kontraste äußerst wichtig. Verschiedene Lösungen, die nicht zu Lasten eines hohes Designanspruchs gehen, sind auf den Projektseiten zu Godelmann und travelable zu sehen.

Echte, siegel-sichere Barrierefreiheit wird bislang fast ausschließlich von Bundeseinrichtungen und anderen öffentlichen Stellen, die gesetzlich dazu verpflichtet sind, umgesetzt. Leider!

Was heißt barrierefrei?

»Barrierefreiheit« bedeutet einen umfassenden Zugang und uneingeschränkte Nutzungschancen aller gestalteten Lebensbereiche. So steht es auf der Website der Beauftragten der Bundesregierung für Menschen mit Behinderungen.  In § 4 BGG (Behindertengleichstellungsgesetz) heißt es weiter, dass alle gestalteten Lebensbereiche »für Menschen mit Behinderungen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe auffindbar, zugänglich und nutzbar sind. Hierbei ist die Nutzung behinderungsbedingt notwendiger Hilfsmittel zulässig.«

Was sind gestaltete Lebensbereiche?

Zum Beispiel Gebäude, Wege und Verkehrsmittel, aber auch auch Automaten, Handys oder Websites.

Die Barrierefrei-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0) regelt, welche Kriterien Webseiten erfüllen müssen, um § 4 BGG zu entsprechen.

Hinter der Amtsprosa verstecken sich unter anderem diese konkreten Anforderungen:

  • Tastatur-Bedienung ermöglichen (über ‚Tab’ und ‚Enter‘)
  • Bedienung über Sprache
  • Einfache-Sprache-Option
  • Alle Inhalte sprachlich, textlich und in alternativen Ausgabeformaten (auch Videos) anbieten, es müssen immer genau die gleichen Informationen bereitgestellt werden
  • z.B. aria verwenden (ergänzende Programmiersprache für Barrierefreiheit)

Weitere Hinweise gibt es auf einfach-barrierefrei.net. Die komplette Erfüllung der Kriterien kann man sich durch Siegel (z.B. verschiedene TÜV Stellen) bestätigen lassen.

Barrierefreie Websites erfordern andere konzeptionelle Ansätze, als solche mit hoher Zugänglichkeit. Eine möglichst hohe Usability, kombiniert mit funktionalem wie auffäligem Design, sind auch bei barrierefreien Websites unser Anspruch. Sprecht uns an!

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